Gefühlsschwankungen

Einsamkeit – Leere – Depression

Worin besteht eigentlich der Unterschied? Alles scheint irgendwie miteinander verknüpft zu sein.

Anfang März gab es eine SPIEGEL Titelgeschichte zu Depression.

Gleichzeitig war in einigen anderen Journalen das Thema Einsamkeit aktuell. Jetzt sogar wieder erneut in der Frauenzeitschrift Brigitte vom Oktober.

Einmal frage ich mich immer, wieso diese “Leitthemen” in fast allen Medien gleichzeitig abgehandelt werden, gehören die einzelnen Zeitschriften etwa zur selben Mediengruppe? Das wäre noch überprüfenswert, denn dann steckt da wohl eine Strategie dahinter. Von Managern ausgeklügelt.

Zum anderen frage ich mich , wieso immer wieder das Thema Depression? Ist sie verbreiteter als man annimmt?

Gefühlsabstürze kennt jeder und anscheinend ist es auch für Fachleute (sprich: Hausärzte) sehr schwierig eine treffende Diagnose zu stellen. Anyway:

mir geht es an dieser Stelle nicht darum, das Wesen der Depression zu ergründen, ich frage mich eher, wieso manche Menschen es schaffen, trotz erheblicher körperlicher Einschränkungen eine positive Haltung zum Leben einzunehmen und körperlich scheinbar unversehrte Menschen phasenweise derart leiden müssen.

In diesem März verstarb Stephen Hawking und kurz nach seinem Tod wurde “seine Botschaft” medial fast überall verbreitet: “Man kann immer etwas tun”.

Das klingt so einfach, so banal, fast zynisch aus dem Mund [nein – er konnte seit Jahren nicht mehr sprechen] eines derart schwer beeinträchtigten Menschen.

Einfach etwas tun…

Wie gelingt so etwas?

Der Ausdruck Resilienz fällt in diesem Zusammenhang immer wieder. Aber auch darüber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Wie, warum und wodurch befähigt sich ein Mensch resilient zu reagieren?

Ich frage mich immer wieder, ob vielleicht der ureigenste, im Körper angelegte Hormoncocktail und die persönliche Disposition eines jeden Individuums Einfluss darauf hat, weswegen manche Menschen immer wieder von dieser gemeinen Krankheit geplagt werden.

Fragen, die ich mir immer wieder selbst stelle. Wieso bin ich heute so schlecht gelaunt? Wieso war gestern alles so bunt?

 

Wie geht Ihr mit diesen Schwankungen um?

Was unternehmt Ihr, sobald diese Fragen auftauchen?

 

Schreibt!

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Ein Gedanke zu „Gefühlsschwankungen

  1. Bri vom Meer

    Ja, womöglich gibt es eine ererbte Disposition zur Depression. Ich glaube inzwischen aber auch, dass es eine transgenerationale Übertragung von Traumaerfahrungen (2. Weltkrieg) gibt. Die Generation der Babyboomer ist überproportional häufig von “unerklärlicher” Traurigkeit betroffen. Die Forschung dazu fängt erst an.
    Liebe Grüße aus Norddeutschland, Bri vom Meer

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