Kleider

Kaum scheint die Sonne etwas intensiver, wirft man als Frau einen Blick in den Kleiderschrank und hat natürlich nichts anzuziehen… Also geht’s auf (Kleider-) Jagd: Blusen, Sommerhosen, Leinenkleider – egal, irgendetwas braucht man immer.

Das bessere Wetter lässt einen drüber hinwegsehen, dass sich über den Hüften mal wieder eine Veränderung „breit“ gemacht hat. Das soll uns nicht beeinträchtigen, Schuhe tuen es notfalls auch. Aber was ist da los auf dem Schuhmarkt? Wohin ich schaue, überall nur Glitzer. Sofort taucht die Frage auf: was geht in meinem Alter noch? Ab wann wird etwas peinlich? Oder ist das nur mein ureigenstes Problem und mir fehlt ganz einfach der Mut?

Vielleicht sollte ich mir meine alte Freundin G. zum Vorbild nehmen. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, überrascht sie mich mit einem neuen „Look“. Gestern noch Gran Diva, elegant und mit hohen Schuhen, ein anderes Mal einfach nur in Jeans, kam sie gerade in einem fetten „Urban Fashion Look“ oder wie immer dieser Street-Style heissen mag. Klamotten, die ich eigentlich nur mit Jungen um die 20 verbinde. Sie trägt alles, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Ich bewundere ihre Selbstverständlichkeit, diese Entschlossenheit, sich zumindest auf dieser Ebene einfach zu nehmen, wonach ihr gerade ist.

Das gelingt vielen Frauen nicht so lässig und authentisch. Einfach mehr wagen. Jetzt, so spät im Alter? Geht das überhaupt noch? Wer urteilt darüber? Wessen Erwartungen meinen wir erfüllen zu müssen?

Sollten wir uns nicht alle etwas mehr Lockerheit im Umgang mit uns selbst gönnen?

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