Zwiespältigkeit

So langsam verabschiedet sich der erste Monat des neuen Jahres und mit ihm allerlei Gedankenchaos.

Selten hat mich ein Jahresbeginn so durchgerüttelt wie dieser. Meine Stimmung schwankte zwischen „jetzt erst recht“ und „was soll das alles noch?“, was dazu führte, dass ich kurzerhand meinen Blog *versenkte*. Ich kündigte meinen Hosting-Vertrag und gab meine Domain frei. Ein paar Stunden später war alles weg. Jede Zeile, die ich geschrieben hatte, die Bilder, eure Kommentare.

Ich suchte nach neuen Inhalten und legte los: Kino, Ausstellungen, Natur, Leute treffen – ganz nach der gefühlten Stimmung um mich herum. In diesem Januar brach eine unglaubliche Unbekümmertheit aus, jeder war und ist plötzlich überzeugt, dass nun die Pandemie ein Ende hat und wir in eine endemische Lage kommen. Also weg mit dem alten Verhalten, weg mit der Zurückhaltung, es wird umarmt, gefeiert und gebucht.

Und in der Tat, für Menschen wie mich – mit 66 Jahren und der Endlichkeit der zur Verfügung stehenden Zeit vor Augen – gibt es keinen Aufschub mehr.

In diesem Sinne mache ich weiter, schreibe weiter, freue mich auf alles, was ich erleben darf und hoffe auf ein Stück Normalität und Lebensqualität – auch durch ein Feedback durch euch.

2 Gedanken zu „Zwiespältigkeit

  1. Masha

    Auch ich spüre die Unbekümmertheit – wunderbar! Sind die Gefühle nicht intensiver, weil vieles (wieder) neu ist? Corona hat uns Erfahrungen beschert, die nicht ohne sind. Geniessen wir es einfach und freuen wir uns – auch in diesen Blog zu lesen.
    Masha

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